Emotionale Erpressung im Tierschutz
Emotionale Erpressung im Tierschutz – das sehen wir kritisch! „SOS! Ich muss sterben, wenn du jetzt nicht spendest.“ Solche Sätze begegnen uns immer wieder in Spendenaufrufen. Wir sehen diese Form der Ansprache kritisch – denn sie arbeitet mit emotionalem Druck und verschiebt Verantwortung. Schuldgefühle & Druck. Diese Aussagen suggerieren: Dramatik. Ja, Missstände müssen sichtbar gemacht werden – auch wir zeigen die Realität. Aber wir achten auf ein Gleichgewicht zwischen Transparenz und Zumutbarkeit. Nicht jedes Bild muss extremer sein als das vorherige. Mitleid statt Nachhaltigkeit. Solche Formulierungen führen zu unüberlegten Adoptionen aus Mitleid. Das ist weder fair gegenüber den Tieren noch gegenüber den Menschen, die sie aufnehmen – oft überfordert und unzureichend informiert. So werden Tiere vorschnell importiert, ohne zu prüfen, ob sie überhaupt ins jeweilige Umfeld passen. Das ist keine nachhaltige Vermittlung – das ist Problemverschiebung. Ja, auch wir sind auf Spenden angewiesen. Aber wir setzen auf Überzeugung statt Druck. Auf Unterstützung aus Haltung – nicht aus schlechtem Gewissen. |
